Mit Stift und Papier

Dezember 2, 2018 / 5 — 7min read / 6 Comments

Wenn es knistert – Empfindungen von Liebe lassen sich mit persönlich geschriebenen Briefen am besten ausdrücken. In Wien ermöglicht die Papeterie Herzilein das ein oder andere Weihnachtswunder.

{Press Play for Full Christmas Mode On Für diesen Beitrag bietet das Lied „Winter Song“ von Ingrid Michaelsen und Sara Bareilles eine stimmige, musikalische Umrahmung.

 

Weihnachten mit Phoetry

Rechtzeitig zum ersten Advent präsentiere ich euch meine Lieblinge unter den Geschenkideen, persönliche Widmung inklusive. Am Ende dieses Beitrags findet ihr das erste von vier Gewinnspielen, die jeweils am 1., 2., 3. und 4. Advent veröffentlicht werden. Zusätzlich werde ich zu Silvester noch ein unentbehrliches Utensil fürs neue Jahr verlosen. Die Teilnahmebedingungen und Gewinnspielkonditionen findet ihr unter diesem Beitrag, der in freundlicher Zusammenarbeit mit der Papeterie Herzilein entstanden ist.*

Kuvertierte Gefühle

In meinem Keller horte ich einen Schatz. Es ist ein kleines, rosarotes Köfferchen mit Duckdales Druck, darauf geschrieben, in kindlichster Rundbogenschrift, mein Kosename: Lilli. Die Eigentumsrechte an dieser besonderen Truhe habe ich offensichtlich schon in frühester Kindheit klargestellt, denn in dieser befinden sich Schätze, die wertvoller nicht sein könnten. Aufgebahrt zwischen Pokemon Karten, einer Daniel Radcliffe Fankarte, einer Eintrittskarte für ein Anastacia Konzert und einem fröhlichen Foto von einem Hund, den es schon lange nicht mehr gibt, liegen schichtenweise Postkarten und Briefe. Einige unter ihnen haben vor den Ereignissen der letzten Jahre Seltenheitswert erlangt. Vor allem die Briefe meines Vaters, den ich diesen Sommer verloren habe, lassen das Gefühl von Reichtum in mir entstehen.

Das Durchlesen weckt Erinnerungen, die längst schon verblasst sind. An Sätze wie, „Ich wünsche es mir sehr, dass ich euch öfters sehen könnte, aber du weißt ja, Wien ist so weit weg“, oder, „Wenn du wieder kommst, werden wir zwei wieder Schachspielen, Du musst es mir vollends lernen“, konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Umso fester brennen sie sich dafür jetzt in Gedächtnis und Herzkammern ein. Eines Tages haben mein Papa und ich beschlossen, uns nur noch Emails zu schreiben. Das war effizienter. Viele von ihnen sind heute verschwunden, im Äther von Accounts, deren Zugangsdaten ich nicht mehr kenne, oder irgendwo im virtuellen Papiercontainer aus Newslettern und Werbung.

„The pen is mightier than the keyboard“

Das geschriebene Wort ist wichtig. Der Magie der Worte besinne ich mich vor allem zur Weihnachtszeit immer wieder. Und nicht nur für unsere Erinnerungen, sondern auch für unser Denken ist die Handschrift unverzichtbar. In ihrer Studie „The pen is mightier than the keybord“, fanden amerikanische Psychologen 2014 heraus, dass Handnotizen besser in Erinnerung behalten werden als Mitschriften am Computer. Die Gründe dafür sind so simpel wie logisch. Denn einerseits erfordert das Schreiben mit der Hand mehr Zeit – Zeit, die ins Strukturieren, Reflektieren, Kategorisieren und Schichten investiert wird. Darüber hinaus erfordert das Schreiben mit der Hand mehr Aufmerksamkeit, denn die Inhalte müssen aufgrund des langsamen Schreibtempos aufs Wesentlichste komprimiert werden. Andererseits sollen durch die Verbindung und Verkettung von Buchstaben auch komplexe Sachverhalte und Sinnzusammenhänge besser verstanden werden.

Filigrane Feinkost

Die Gründe, dem Weihnachtsfest in Wertschätzung des geschriebenen Wortes zu begegnen, liegen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand. Ob eine Postkarte oder ein Tagebuch, in dem der Beschenkte sich selbst verewigen kann – Papier hat in der Welt der Digitalisierung einen neuen Stellenwert erlangt. In Wahrheit können wir kaum eine persönlichere Spur hinterlassen, als ein Blatt Papier, das wir berührt, beschrieben und dem wir uns in privater Angelegenheit anvertraut haben.

 

Auf den Knien schreibe ich an dich, das Papier benetze ich mit meinen Tränen.

Jean-Jacques Rousseau

 

Daher stammen viele meiner Weihnachtspäckchen dieses Jahr aus der Papeterie. An dieser Stelle kann ich euch ein ganz besonderes Geschäft empfehlen, das mit Herz bei der Sache ist. Die Papeterie Herzilein ist der Feinkostladen des Papiers. Die Läden in der Innenstadt und in Währing verwandeln Wien in die Winkelgasse. In den Regalen reiht sich Magie in Form von Heften, Notizbüchern, Postkarten, Stiften, Federn, Verpackungsmaterial und perlbestickten Federmäppchen auf. In dem Shop in der Wollzeile kam ich mir fast ein bisschen vor wie bei Flourish & Blotts. Es hätte mich wenig gewundert, wenn zwischen den engen Reihen aus Papier- und Lederbüchlein plötzlich ein Eulenauge hervorgelugt hätte.

Das Wort Handmade wird in der Papeterie Herzilein groß geschrieben – und zwar auf Postkarten, Papiertüten und Weihnachtspapier. Kauft man hier eine Grußkarte, muss man sich selbst keinen originellen Spruch mehr für die Beschriftung einfallen lassen. Die wie Kunstwerke gemalten Kalligraphien auf den Karten stehen ganz für sich.

Als Schriftstellerin liebe ich alles Filigrane, alles, was ich fühlen kann, weshalb es mir die Notizhefte mit dem feinen Kalligraphieumschlag besonders angetan haben. Der Umschlag der Hefte regt zum Schreiben an. Perfekt für mich, denn meine glorreichsten Wortkonstruktionen halte ich ohnehin nur mit der Hand fest.

Gewinnspiel

Damit dieses Jahr auch ihr besondere Papeteriegeschenke machen könnt, verlose ich zwei Mal drei Notizhefte aus der Papeterie Herzilein. Versehen mit einer persönlichen Widmung von euch auf der ersten Seite, bereitet ihr den Menschen, die ihr liebt, mit Sicherheit lang währende Freude. Euch fehlen die Worte? Tipps zum Briefeschreiben habe ich hier für euch zusammengefasst.

Was ihr tun müsst, um zu gewinnen?

Teilnahmebedingungen

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiert ihr die Teilnahmebedingungen und Datenschutzerklärung von www.phoetry.at

  • Das Gewinnspiel endet am 9. Dezember 2018 um 23:59 Uhr.
  • Der Gewinner wird am 10. Dezember 2018 ermittelt und per Email und/ oder Privatnachricht auf Instagram kontaktiert. Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von drei Tagen ab Kontaktaufnahme, erlischt der Anspruch auf den Gewinn und ein neuer Gewinner wird ermittelt.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder Schweiz.
  • Die Teilnahme am Gewinnspiel ist ab möglich ab dem vollständig erreichten 18. Lebensjahr.
  • Die von dir angegebenen Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und unterliegen den Datenschutzbestimmungen von www.phoetry.at
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es ist keine Barablöse möglich.

 

*Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Papeterie Herzilein entstanden und enthält Werbung aufgrund Markennennung. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Bei den Verlinkungen im Beitrag handelt es sich nicht um Affiliate Links und mir entstehen dadurch keine Vorteile.

Danke an Eva Kaiblinger von COMEPASS für die bezaubernden Schnappschüsse aus der Papeterie Herzilein.

 

6 Comments

  1. Stefan Chab

    on Dezember 3, 2018 at 10:24 am

    Eigentlich bin ich ja ganz anders – ich komme nur viel zu selten dazu.
    Ödön von Horváth

    • Phoetry

      on Dezember 10, 2018 at 10:23 am

      Das kommt mir bekannt vor. 🙂

  2. Eva Kaiblinger

    on Dezember 4, 2018 at 9:05 am

    Ein weiteres Lieblingszitat meiner Sammlung in Gedanken ist folgendes:

    “You can’t stop the future,
    you can’t rewind the past,
    The only way to learn the secret
    is to press play.“ (Jay Asher)

    Wundervolles Gewinnspiel! <3 Endlich setzt wer einen Fokus auf die Dinge, die wirklich zählen. Sich persönliche Gedanken und Worte zu schenken, ist wohl das schönste Geschenk, das man sich machen kann.

    • Phoetry

      on Dezember 10, 2018 at 10:24 am

      Danke für das weihnachtliche Feedback. <3 Ich freue mich sehr darüber. Und noch mehr über das Zitat, das wirklich perfekt gewählt wurde. <3

  3. Barbara

    on Dezember 7, 2018 at 9:43 pm

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    Einstein

    • Phoetry

      on Dezember 10, 2018 at 10:25 am

      Liebe Barbara, ich glaube, ein treffenderes Zitat wird man gerade in der Weihnachtszeit schwerlich finden. 😀

Schreibe einen Kommentar

© 2018 Phoetry by Rafaela Carmen Scharf. All rights reserved. Impressum